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Lukas 12,13-21 / Matthäus 6,19

Mittwoch 4.3.2026 – Der Fokus: Lukas 12,13-21 Das Gleichnis über die Habgier - Lukas 12,13-21 / Matthäus 6,19 - Die Sünde Gier / Der KriegLeonhard Ragaz RAGBDJ 98

Die Gier nach Besitz, Erbe, Konsum, Sicherheit und Anerkennung wahrnehmen und sich motiviert von Franziskus sinnvoll entkleiden, um weitere Gier und Krieg zu vermeiden

Die Mahnung: 

Lukas 12,16-21 "Rabbi", wandte sich einer aus der Menge an Jesus, "sag meinem Bruder doch, er soll das Erbe mit mir teilen!" "Lieber Mann", erwiderte Jesus, "wer hat mich denn als Richter für eure Erbstreitigkeiten eingesetzt?" Dann sagte er zu allen: "Passt auf, und nehmt euch vor jeder Art von Habsucht in acht! Denn auch wenn einer noch so viel besitzt, kann er sich das Leben nicht kaufen." Dann erzählte er ihnen ein Gleichnis: "Ein reicher Bauer hatte eine gute Ernte zu erwarten. Er überlegte hin und her: 'Was kann ich tun? Ich weiß gar nicht, wo ich das alles unterbringen soll.' Dann sagte er sich: 'Ich werde meine Scheunen niederreißen und größere bauen. Dort werde ich mein ganzes Getreide und alle meine Vorräte unterbringen können. Und dann werde ich mir sagen, so, jetzt hast du es geschafft! Du bist auf viele Jahre versorgt. Ruh dich aus, iss und trink und genieße das Leben!' Da sagte Gott zu ihm: 'Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man das Leben von dir fordern! Wem gehört dann alles, was du dir aufgehäuft hast?' So geht es jedem, der nur auf seinen Gewinn aus ist, aber bei Gott nichts besitzt."

 

Diese Entstehung des Krieges aus dem Besitz hat Franziskus klar geschaut :

 

,Der Bischof von Assisi sagte eines Tages zu Franziskus: Eure Art, ohne irgend cinen Besitz zu leben, erscheint mir hart und mühselig. Herr, antwortete er, wenn wir Güter besäßen, dann hätten wir zu ihrer Verteidigung Waffen nötig; denn da ist die Ouelle der Streitigkeiten und Prozesse, und regelmäßig findet darin die Liebe Gottes und des Nächsten viele Hindernisse. Das ist der Grund, warum wir keine zeitlichen Güter besitzen wollen."

 

So wird der Mammon zum Gegengott. Er wird Götze par excellence. Es ist zwar nicht die historische Meinung der Erzählung von der Anbetung des goldenen Kalbes, aber es hat einen guten Sinn, wenn das goldene Kalb zum Symbol des Mammonsdienstes gemacht wird. Denn dieser ist die intensivste und materiellste Form des Götzendienstes. Darum hasst ihn Gott, der lebendige Gott. Darum kommt über ihn das Gericht. Es kommt in Form des Verlustes. ,,Motten und Rost fressen ihn, Diebe graben nach und stehlen" (Matthäus 6, 19). ,,Du Tor; diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern. und wessen wird

das sein, was du aufgehäuft hast?" (Lukas 12, 20). Was wir heute als Illustration und Bestätigung dieser Worte im Kolossalmaßstab erleben, ist nur die letzte Steigerung von

Katastrophen im Einzelnen und Kleineren, die immer wieder, entgegen einem zeitweiligen Schein des Gegenteils ihre Wahrheit bezeugen. Leonhard Ragaz aus „Die Bibel eine Deutung – Jesus“ Seite 98

 

Ja mein Gott führe mich und meine christlichen Umfelder zur Umkehr, dass der Götze Mammon keine Anziehung mehr erfährt und sich nicht negativ auf unser Leben auswirkt.