Jesaja 48,17 / Johannes 14,6
Montag 12.4.2026 – Der Fokus: Jesaja 48,12-22 Die Stunde der Erlösung Israels ist gekommen - Jesaja 48,17 / Johannes 14,6 – Gott als Lehrer / Lernfähigkeit in der Nachfolge - Martin Schleske SCHWER 174
Lernen als Lebensaufgabe des Menschen – in allen Umständen - verstehen lernen, weil Gott sich uns als Lehrer vorstellt, der uns lehrt was uns hilft und welchen Weg wir gehen sollen
Der Lebensstil:
Ich bin der EWIGE, dein Gott, der dich lehrt, was dir hilft, und dich leitet auf dem Weg, den du weitergehen sollst. Jesaja 48,17
Wir kennen diese frustrierten Phasen, in denen unsere Seele klagt und sagt: >Ich habe den Eindruck, diese Welt ist doch eine gewaltige Fehlkonstruktion!< Wir kommen als Menschheit nicht mit uns klar, wir bekommen die Probleme nicht in den Griff, die wir in dieser Welt verursachen; sind überfordert von unserer Verantwortung und zu stark gesteuert von unseren Ängsten und unserem Ego. Wie kann man da an einen Gott glauben, der uns zu seinem Ebenbild erschaffen hat? Soll ich alles auf die Sünde schieben? Und wo kommt sie her? > Hat Gott nicht absehen können, dass wir uns und den Aufgaben nicht gewachsen sind, die wir für das Gesamte dieses verletzlichen Planeten haben? Sind wir nicht wie Wühlmäuse, die sich sehenden Auges über die Klippen ihrer Selbstsucht in den Abgrund stürzen? Hätte ein Schöpfer sich nicht ein Gegenüber erschaffen können, das weniger von sich selbst überfordert ist? <
Wie soll unsere Seele da lebensmutig bleiben? Was ich mir in alldem schützend entgegne, wenn ich versuche zu erspüren und zu verstehen, warum dies alles dennoch die Welt eines vollkommenen Schöpfers ist, ist dies: Wir durchlaufen eine Welt, die durch und durch auf Lernfähigkeit gegründet ist. Die Entwicklung der Arten in der Natur, die Entwicklung der Zivilisation durch innere Kultur, die Stärkung des seelischen Lebens auch durch Krisen hindurch: alles ist Lernen. Wenn es aber so ist, dass die Grundbedeutung dieser Welt darin besteht, dass wir >lernendes Leben< sind, dann kann das, was wir erleben, kein paradiesischer Endzustand sein, den wir lediglich genießen. Was wäre dort noch offen? Wir wären am Ziel eines lernbefreiten Endes angekommen und hätten lediglich unsere Vollendung zur Kenntnis zu nehmen. In unserer Welt aber und ihren Enttäuschungen und Härten suhlen wir uns nicht in den Freuden des Zieles, sondern gehen unseren Weg. Wir zehren nicht von flacher Frömmigkeit. >Dazu wurden wir<, wie meine Mitarbeiterin es einmal sagte, >vom Leben viel zu sehr gewaschen.< Unsere Natur und unsere Kultur, unser äußeres und unser inneres Leben: Wir haben einen weiten Weg vor uns.
Ist es nicht die eine große Liebe, in der diese Erkenntnis liegt: Du bist nicht für dich alleine da! Und werden wir nicht in ebendieser Wahrheit beständig gelehrt? Ist nicht dies der Sinn, den diese Welt uns ahnen lässt? Jener Sinn, der ja nichts anderes ist als der Name Gottes, den wir in unserer Welt erlernen und durchleben, da er uns nur so heiligen kann: > Du bist nicht für dich alleine da. Seid füreinander da. Seid einander das, was mein Name bedeutet: Ich bin da! <
Geht es also nicht sogar so weit, dass auch wir für den Himmel da sind in dieser Welt? Dass die Himmel in und durch uns lernen, was es heißt, einen Weg mit einer Welt zu gehen, die nicht am Ziel ist? Eine Welt, deren Erlöser nicht gesagt hat: >Ich bin das Ziel!<, sondern: >Ich bin der Weg!<? Alles Lernen wäre damit nur ein Zeichen dafür. dass wir hörende Ohren haben und der Himmel uns lehrt. All dies ist mit dem großen Prophetenwort Jesajas gesagt: >Ich bin der EWIGE, dein Gott, der dich lehrt, was dir hilft, und dich leitet auf dem Weg, den du weitergehen sollst.< Lass dich nicht abhalten, meine Seele; lass nicht deine Augen so verklebt und dein Herz so verletzt sein, es nicht zu sehen. Martin Schleske aus “Werkzeuge” Seite 174
Ja Vater, danke für die Zusage, dass Du mich lehrst, was mir bzw. uns hilft. Ja lass meine Lernwilligkeit und –fähigkeit – auch noch im Alter – zunehmen. Ich kann mich auf Dich als meinen allmächtigen Lehrer verlassen.