Kindlicher Glaube

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Lukas 18,16+17

Donnerstag 19.3.2026 – Der Fokus: Lukas 18,15-17 Jesus und die KinderLukas 18,16+17Das Kind / Kindlicher Glaube - Carlo Caretto CARSIW 55-57

Mit den Augen und den Herzen eines Kindes, staunend das Leben um und in uns als Zeichen Gottes wahrnehmen 

Der Lebensstil: 

Lukas 18,16+17 Jesus rief sie zu sich und sagte: "Lasst doch die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran! Gottes Reich ist ja gerade für solche wie sie bestimmt. Ich versichere euch: Wer Gottes Reich nicht wie ein Kind annimmt, wird nie hineinkommen."

Um die Zeichen, die du siehst, zu fassen und ihre Bedeutung zu begreifen, musst du klein und demütig von Herzen sein. Anders geht es nicht! Das Zeichen wird erklärt, gedeutet, verstanden in der Liebe. Du siehst ein Haus, und in der Liebe wird es zum Zeichen eines anderen Hauses, das der Himmel ist. Du siehst ein Hochzeitsmahl, und dieses wird für das Volk Gottes, das in Liebe vereint ist, zum Zeichen eines anderen Hochzeitsmahles, darin sich das innige Zusammensein von Gott und Mensch ankündigt.

Du musst dich nicht fürchten. Bruder ich weiß, es ist schwer zu glauben, aber ich versichere dir, es ist noch viel schwerer, nicht zu glauben. Gib dir Mühe. das Herz eines Kindes zu haben Augen eines Kindes, und alles wird dir leichtfallen. Schau dir die Dinge gut an, lies in ihnen: fürchte nicht Zeit zu verlieren, wenn du an der Meeresküste entlang wanderst oder durch ein Mikroskop die harmonische Struktur des unendlich Kleinen betrachtest.

Das Erschauen Gottes, der Glaube an Gott beginnt gerade in diesem Zeichen, das vor dir ist und das nicht umsonst, nicht zufällig zu dir hersieht. Du musst nicht meinen, du nur schaust die Dinge an, versuche dir vorzustellen, die Dinge betrachten dich: Gott blickt dich an durch die Lichter der Stadt, wenn du am Abend durch die Straßen gehst, und er schaut nach dir aus den Wolken, die der Wind herdenweise über den Himmel treibt. Gott umarmt dich mit dem Wind, der dir durchs Haar fährt und er küsst dich mit dem ersten Strahl der Morgensonne.

Lass die Hände Gottes, das Handwerkszeug deiner täglichen Arbeit sein und sein Gruß kann der Pfiff des Zuges sein, der unfern deiner Wohnung die Überführung befährt. Wenn du erreichen willst, dass die Zeichen der Schöpfung, die dich umgeben, dich nicht zerstreuen, dann erfülle sie mit der Anwesenheit Gottes. Sie sprechen dir von ihm. Willst du, dass die Straßen, durch die du gehst, zu Korridoren deines idealen Klosters werden, dann denke sie dir im Licht der Anwesenheit Gottes. Carlo Caretto aus „In Deiner Stadt ist Deine Wüste“ Seite 55-57