Hesekiel 24,10+11
Montag 5.3.2012 – Der Fokus: Hes.24,1-14 Jerusalem angegriffen durch Nebukadnezar wie ein Topf auf dem Feuer – Hesekiel 24,10+11 – Die Läuterung – JVKDDN 110f
Die Hitzewellen der Läuterung Gottes als sein Gnadenmittel wahrnehmen und zulassen, die uns innerlich von gottlosem Leben reinigt
Die Läuterung:
Weil Gott den Menschen im Wesentlichen seines Sinnenbereichs und seines Geistes, sowie in seinem inneren und äußeren Seelenvermögen läutert, muss der Mensch in all diesen Bereichen in Leere und Armut und Verlassenheit versetzt werden und trocken, leer und im Dunkeln verbleiben; denn der Sinnenbereich wird durch Trockenheit, das Seelenvermögen durch Wahrnehmungsleere und der Geist durch Finsternis geläutert. Dies alles tut Gott durch die dunkle Kontemplation, indem sie ihn zunichte und leer macht. Und ihm alle Neigungen und unvollkommenen Angewohnheiten, die er im Lauf seines Lebens angenommen hat, aufzehrt, so wie das Feuer Rost und Grünspan wegnimmt. Da diese tief im Wesenskern des Menschen verwurzelt sind, erleidet der Mensch außer der erwähnten Armut un der Leere in seiner Natur und in seinem Geist schwere innerliche Ohnmacht und Qual, womit sich das Zeugnis des Hesekiel bewahrheitet, der sagt: Ich werde die Gebeine zusammenfügen und sie im Feuer entzünden, das Fleisch werde verzehrt, und all das Zusammengefügte muss kochen, und die Gebeine sollen vertilgt werden. (Hesekiel 24,10) Daran erkennt man den Schmwrz, den der Mensch aufgrund der Leere und Armut seines Wesens mit den Sinnen und mit seinem Geist leidet. Und weiter sagt er: Stelle darnach den leeren Topf auf die Glut, daß sein Erz heiß und glühend werde, damit seine Unreinigkeit in ihm schmelze und sein Rost verzehrt werde. (Hesekiel 24,11) Damit wird der heftige Schmerz bezeichnet, den der Mensch hier durch die Läuterung des Feuers dieser Kontemplation erleidet; Um geläutert zu werden und um den Rost der Neigungen zu vertilgen, die mitten im Menschen sind, ist es in gewisser Weise nötig, dass der Mensch selbst zunichte und vertilgt wird, insoweit als ihm diese Leidenschaft und Unvollkommenheiten zu einer zweiten Natur geworden sind. Johannes vom Kreuz aus „Die dunkle Nacht“ Seite 110f
Ja abba Vater, Deine Gerichte bzw. Therapien sind gerecht und heilsam. Danke dass Du mich von Leidenschaften und Unvollkommenheiten gereinigt hast, aber es gibt sie noch in meinem Leben. Wenn die Hitze zunimmt in mir – aus irgendeinem Grund zunimmt - dann ist das die Chance wieder von Rost gelöst zu werden und neu durch Christus beschichtet zu werden, dass nichts mehr ansetzt. Ja reinige mich weiter, dass ich ein zunehmend besseres Zeugnis für Dich sein kann.