Jesus der Friede

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Johannes 12,15 / Sacharja 9,9 / Epheser 2,14

Montag 3.4.2023 – PALMSONNTAGJohannes 12,15 / Sacharja 9,9 / Epheser 2,14Jesus der Friede - Dekan Frithjof Schwesig

Dem Unfrieden der Welt mit dem in uns schweigenden Jesus – der unser  Friede ist – begegnen und zur Wirkung kommen lassen

Die Ermutigung:

Hören wir noch einmal hinein in den Lärm, der um Jesus gemacht wird. Am deutlichsten hören wir das laute Jubeln der begeisterten Menschenmenge: „Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel!“ Jesus eilt der Ruf voraus, er sei der von Gott gesandte Messias. Und der kommt heute nach Jerusalem! Eine Sensation! „Hosianna“, das ist hebräisch und bedeutet übersetzt: „Herr, hilf!“ Das ist eine Bitte: Gott, befreie uns von den Römern, die unser Land besetzt halten und uns Gewalt antun! Und Jesus? Er schweigt. Er jubelt nicht zurück. Er bedankt sich nicht. Er findet mitten im Getümmel einen Esel, reitet darauf und hört zu.

Diese vielen Geräusche, Töne, Rufe, dieser Jubel, dieses Getuschel sind Jahre später dem Evangelisten Johannes im Ohr gewesen, als er sein Evangelium niederschrieb. Auch er hält das Schweigen Jesu nicht aus. Es macht ihm Angst. So sehr, dass er nicht einfach nachsagt, was (Sacharja 9,9) gehört und aufgeschrieben hatte: Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig und reitet auf einem Esel, auf dem Füllen der Eselin.“, sondern Johannes übersetzt den alten Propheten anders. Er verwandelt die Verheißung in eine Ermutigung: „Fürchte dich nicht, du Tochter Zion!" Fürchte dich nicht vor dem Schweigen Gottes. Hosianna, der „Herr hilft!“ Du wirst den Frieden hinter dem Lärm erleben. Frieden in allem Leide. Darum hab‘ keine Angst! (Johannes 12,15)
 

Wir wissen, dass Jesus in den Tod reitet. Deshalb sehen wir durch den Jubel hindurch. Wir wissen, dass Jesus sich unbewaffnet in die Hand seiner Gegner begibt. In den Jubel des Volkes mischt sich für uns das Wissen um das brutale Schicksal, das auf ihn wartet. „Gott, warum lässt du das zu? Warum sendest du nicht deinen Engel, der sich den Feinden Jesu in den Weg stellt?“ – so mag mancher fragen. Aber Gott schweigt. Stille fällt in den Lärm des Festes. Die Passion, das Leiden nimmt seinen Lauf. Gewalt, Sterben, Tod. Das Leiden dauert bis heute an: Bachmut, Butscha, Charkiw, Luhansk, Antakya, Kabul, Bagdad, Aleppo.
 
Aber es gibt einen ruhenden Punkt, gerade im dicksten Getümmel: Jesus Christus. Er geht ins Leiden, nimmt Verlassenheit, Qual und Hohn auf sich und stirbt am Ende, um uns Menschen mit Gott zu versöhnen. O Mensch, hörst du nicht den Frieden hinter dem Lärm? Fürchte dich nicht! In aller Bedrängnis und Not ist Christus dein Friede (Epheser 2,14). Er ist an deiner Seite und hilft dir, mit der quälenden Frage zu leben, warum Gott Leiden zulässt. Und zuletzt wird auch der Tod dir nichts anhaben. Christus wird dich aus dem Tod ins Leben rufen! „Hosianna! Der Herr hilft!“ 
Dekan Frithjof Schwesig, Blaubeuren in seiner Predigt zum Palmsonntag 2023


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Micha 5,3+4

Freitag 16.7.2021 – Der Fokus: Micha 5,1-14 Der kommende Herrscher Israels aus Bethlehem - Micha 5,3+4Jesus der Friede - Samuel Keller

Den Friedenskönig jetzt schon in unserer, aber auch in der Mitte unserer Gemeinschaften herrschen lassen, indem wir ihn mit unseren Sünden konfrontieren und uns von ihnen erlösen lassen

Die Faszination: 

Micha 5,3+4 Er tritt auf und weidet sie in der Kraft Jahwes, im höchsten Auftrag seines Gottes. Sie werden in Sicherheit leben, denn jetzt reicht seine Macht bis ans Ende der Welt. Er wird der Friede sein, …

Frieden als vollkommene Harmonie mit Gott muss auch die anklagenden Stimmen in uns zum Schweigen bringen. Durch wen könnte diese Aussicht verwirklicht werden, wenn nicht durch Jesus? Aber es ist vor seinen Genuss die Bedingung gestellt, ohne die der Herzensfrieden eine Einbildung ist, dass wir uns nämlich scheiden lassen von der Sünde. Manche lassen sich jede Friedensbotschaft gern gefallen, die wie ein Sonnenstrahl von oben, wie ein Geschenk ohne Gegenforderung mit einem Zauberschlag ihre quälenden Stimmungen verscheucht. Jesus kann aber auf Gerechtigkeit ebenso wenig verzichten, wie seine Liebe leugnen. Darum ist der Friede, den er umsonst schenkt und stiftet, unnachsichtig gegen unsere Liebe zur Sünde gerichtet. Je solider dein Jesusfriede sein soll, desto schärfer und grundlegender vorher die Forderungen, dass auch nichts von geheimem Hegen und Pflegen der Sünde sich mit unter den Friedensschluss mischt. Aufrichtig in der Gesinnung muss wenigstens dein Bruch mit der erkannten Sünde sein, sonst gibt es auch nur einen täuschenden Scheinfrieden, der jeden Tag wieder verscheucht werden kann durch die Lust der Sünde. Ihr ist nun einmal nicht zu trauen; darum wende ihr ganz den Rücken. Samuel Keller aus Evangeliums.net