Hesekiel 28,12-15 / 1.Johannes 4,4
Donnerstag 27.10.2022 – Der Fokus: Hesekiel 28,1-19 Weissagung über den Fürsten von Tyrus - Hesekiel 28,12-15 / 1.Johannes 4,4 – Der Satan - Frederick B.Meyer
Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit als Einstellungen an Menschen, besonders an sich selbst wahrnehmen, um nicht dem Gericht Gottes zu verfallen
Die Orientierung:
Hesekiel 28,12-15 "Du Mensch, stimm die Totenklage über den König von Tyrus an. Sag zu ihm: 'So spricht Jahwe, der Herr: Du warst die Vollkommenheit selbst, voller Weisheit und makellos schön. Du lebtest im Garten Gottes, in Eden. Dein Gewand war mit Edelsteinen jeder Art geschmückt: Karneol, Topas und Diamant, Türkis, Onyx und Jade, Saphir, Rubin und Smaragd. Deine Ohrringe waren aus Gold und Perlen. Am Tag, als du geschaffen wurdest, wurden auch sie bereitet. Du warst gesalbt als ein schirmender Cherub, und ich hatte dich dazu gemacht. Du warst auf Gottes heiligem Berg. Zwischen den feurigen Steinen gingst du umher. Du bliebst vollkommen vom Tag deiner Erschaffung an, bis man Unrecht an dir fand.
Die großartigen Worte dieses Kapitels können unmöglich sich nur auf Tyrus beziehen. Hinter dieser mächtigen Stadt erblickte der Prophet deren Fürsten, „den gesalbten Cherub“; und wenn wir diesen genauer betrachten, so kann darunter nur jener Fürst gemeint sein, den Jesus Christus auch den Fürsten dieser Welt nennt. Als er erschaffen wurde, war er ohne Tadel und vollkommen, bis Unrecht an ihm gefunden ward. Aber er wurde aus dem Himmel ausgestoßen, weil sein Herz sich erhob. Er sprach: „Ich bin Gott;“ aber als er des Menschen Sohn im Kampf begegnete, da musste er erkennen, wie unendlich tief er unter Ihm stehe. Der Gedanke an die Macht des bösen Geistes ist nicht auf diese Stelle beschränkt; er kommt in der Heiligen Schrift öfters vor. Daniel spricht z. B. von dem Fürst des Königreichs Persien, der den Erzengel Gabriel daran hindere, dem erwählten Volke zu Hilfe zu eilen; und der Apostel Paulus schreibt die in der Welt herrschende Finsternis ausdrücklich den bösen Geistern unter dem Himmel zu. Ohne Zweifel liegt derselbe Gedanke jener majestätischen Ansprache zu Grunde, die Hesekiel hielt. Hierin liegt für uns eine kräftige Aufmunterung zum Gebet; denn auf unseren Knien können wir das Gewicht auf der Waage der himmlischen Gewalten beeinflussen. Durch dieses ganze Kapitel hindurch zieht sich der Kontrast zwischen dem gefallenen Cherub, – dem Patron Sidons, – und Jehovah, dem Gott Israels. Im Zusammenstoß dieser beiden zeigt sich die Gewalt des Satans nur einem Schatten gleich; seine Untergebenen schämen und verwundern sich seiner Unfähigkeit, sie zu beschützen. Für uns ist dies von herrlicher Bedeutung. Der in uns ist, der ist größer, als der in der Welt ist. (1.Johannes 4,4) Der zweite Adam hat den Kampf bestanden, in dem der erste fiel, niemand vermag Ihn zu überwinden. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net
Ja danke für diese Orientierung heute Morgen und für die in der Vergangenheit. Ja ich will den Fürsten dieser Welt und seine Abbilder besser erkennen, aber auch noch besser, dass Du Gott der unvergleichlicher Herrscher und König bist. Lass uns in Deinem Reich eine Rolle spielen, dass Deine Herrschaft im Kleinen wie im Großen erkannt wird und zunimmt.