Gericht über Israel und seine Feinde / Der König Zions kommt und wird sein Volk retten - Sacharja 9,1-11,17 - ca. 480 vor Christus
Wann der Prophet Sacharja seine letzten beiden großen Offenbarungen (Sacharja 9-11 und Sacharja 12-14) empfangen hat, wissen wir nicht Sie beziehen sich jedenfalls nicht mehr auf den Tempelbau und sind wohl einige Jahrzehnte ca. 480 vor Christus nach seinen vielen Weissagungen entstanden. Jedenfalls verkündigt Sacharja im letzten Teil seines Buches wie Israel in den Strudel internationaler Machtkämpfe hineingerissen, zuletzt aber durch das Kommen seines Messias-Königs errettet werden wird. Aus der Bibel-Chronik Teil 3 Israels Exil und seine Folgen Seite 169
Sacharja 9,9-17 Der König Zions wird erscheinen und sein Volk retten
Sacharja 9,9 - Die Erwartung auf das Kommen des realen des Königs Christus - Pastorin Elisabeth Griemsmann – Tochter Zion freue Dich …
Sacharja 9,9
Donnerstag 11.12.2025 – Der Fokus: Sacharja 9,9-17 Der König Zions wird erscheinen und sein Volk retten - Sacharja 9,9 - Die Erwartung auf das Kommen des realen Königs Christus - Pastorin Elisabeth Griemsmann – Tochter Zion freue Dich …
Christus in uns zur Freude und zum Tanzen kommen lassen, in der Erwartung seines realen Kommens auf die Welt, der ihr Frieden und Gerechtigkeit bringen wird
Die Faszination:
Sacharja 9,9 Freue dich, du Zionsstadt! Jubelt laut, ihr Leute von Jerusalem! Seht, euer König kommt zu euch! Er ist gerecht vor Gott, und er bringt die Rettung. Er ist demütig und reitet auf einem Fohlen, dem männlichen Jungtier einer Eselin.
In unserem Predigttext werden die Bewohner Jerusalems aufgefordert sich zu freuen. Schon Jahrhunderte vor der Geburt von Jesus. Nun, Freude lässt sich sicher nicht befehlen, aber hier ist es auch eher eine Ansage, weil der Grund der Freude kommt. Das, was die einen sehnlich erwarten, den König ihrer Stadt, das kann der andere schon sehen und ankündigen. Ein Vorbote, ein Herold kündigt die Ankunft an. Vorfreude wecken – das passt gut in die Zeit des Advents. In die Zeit, in der wir auf Weihnachten warten.
Aber dann geht es gar nicht so sehr um das, was Menschen tun können, sondern um das, was dieser König für die Bewohner der Stadt tut und was Gott durch ihn tun will. Ich möchte das noch einmal sagen: Dieser König ist in seinem Verhalten so ungewöhnlich, so ganz anders als die anderen Könige. Als Reittier hat er sich einen Esel ausgesucht. Er nimmt kein Pferd, das ihn in eine Schlacht tragen würde und gut zu einem Siegesmarsch passt. Er ist kein Heerführer. Und seine Geschichte? Er hat keine glänzende Militärkarriere als hinter sich. Vielmehr hat er Unrecht kennengelernt und erlebt, wie es ist, ins Recht gesetzt zu werden. Er hat Bedrohungen erlebt und ist selbst gerettet worden. Das bestimmt sein Regierungsprogramm: Er ist nicht überheblich, sondern demütig. Er würdigt das Kleine. Er hat Mitgefühl mit den Benachteiligten. Er stellt sich an die Seite der Schwachen. Als König setzt er neue Richtlinien. Mit ihm will Gott Kriegsgeräte vernichten lassen, und der König selbst soll den Nationen Frieden verkündigen und diesen Frieden ausbreiten über die ganze Erde. Er ist ein Friedenskönig. Darüber sollen sich die Bewohner der bedrängten Stadt Jerusalem freuen.
Ist dieser König gekommen? Für Jerusalem und Israel? Für die Welt? Viele jüdische Ausleger dieser Bibelstelle sagen, dass solch ein König noch immer nicht gekommen ist. Juden und Jüdinnen warten auf ihn, denn es ist noch kein richtiger Frieden in Jerusalem, zwischen Israel und seinen Nachbarn. Und Krieg und Flucht, Verfolgung und Unterdrückung gibt an vielen Orten auf der Welt. Sie erwarten den Friedenskönig am Ende der Zeiten.