Carlo Carretto - In deiner Stadt ist deine Wüste
CARSIW - Carlo Carretto - In deiner Stadt ist deine Wüste
1.Johannes 5,4
Montag 20.11.2023 – Der Fokus: 1.Johannes 5,1-5 Der wahre Glaube und seine Früchte - 1.Johannes 5,4 – Aus Gott geboren und erfüllt / Die Ehrfurcht vor Gott - CARSIW 39
Aus Gott geboren langsam aber sicher in ein Leben auf- und hineinwachsen, das die Welt überwindet und das Leben als Sieg erlebt
Die Verheißung:
Gott ist immer da. Bei mir ist es so gekommen, dass ich ihn immer und überall spüre, und das ist meine Kraft, wie Johannes sagt: Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. 1.Johannes 5,4 Ich sehe ihn in der Wurzel jeden Dings, im Hintergrund jeden Ereignisses, in der Transparenz jeder Wahrheit, im Bleibenden der Liebe. Immer! Und daher kommt es, dass ich glücklich bin. Und ich fühle mich nie allein. Was ich seiner Gegenwart verdanke, ist dass alle meine Ängste verschwunden sind. Die Gegenwart Gottes hat mich von meinen zahllosen Komplexen geheilt und gibt mir täglich mehr das Gefühl wahrer „Befreiung“. Ich bin vor niemand mehr bange, seit ich Gott alleine fürchte. Aber das ist keine knechtische Furcht, sondern zärtliche Ehrfurcht des Kindes vor seinem wunderbaren Vater, der mir unendlich viele Dinge geschenkt hat, aber noch eine andere Unendlichkeit vor mir verborgen hält. Meine Ehrurcht hängt mit seinem „Geheimnis“ zusammen. Aber das stört mich nicht, denn so gibt es jeden Tag, wenn ich mit Gott spreche, einen Sack voll Neuigkeiten, weil nichts so durch und durch Neuigkeit ist wie das Geheimnis. Und der Sack wird nie leer. Carlo Caretto aus „In deiner Stadt ist deine Wüste“ Seite 39
Lukas 18,16+17
Donnerstag 19.3.2026 – Der Fokus: Lukas 18,15-17 Jesus und die Kinder – Lukas 18,16+17 – Das Kind / Kindlicher Glaube - Carlo Caretto CARSIW 55-57
Mit den Augen und den Herzen eines Kindes, staunend das Leben um und in uns als Zeichen Gottes wahrnehmen
Der Lebensstil:
Lukas 18,16+17 Jesus rief sie zu sich und sagte: "Lasst doch die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran! Gottes Reich ist ja gerade für solche wie sie bestimmt. Ich versichere euch: Wer Gottes Reich nicht wie ein Kind annimmt, wird nie hineinkommen."
Um die Zeichen, die du siehst, zu fassen und ihre Bedeutung zu begreifen, musst du klein und demütig von Herzen sein. Anders geht es nicht! Das Zeichen wird erklärt, gedeutet, verstanden in der Liebe. Du siehst ein Haus, und in der Liebe wird es zum Zeichen eines anderen Hauses, das der Himmel ist. Du siehst ein Hochzeitsmahl, und dieses wird für das Volk Gottes, das in Liebe vereint ist, zum Zeichen eines anderen Hochzeitsmahles, darin sich das innige Zusammensein von Gott und Mensch ankündigt.
Du musst dich nicht fürchten. Bruder ich weiß, es ist schwer zu glauben, aber ich versichere dir, es ist noch viel schwerer, nicht zu glauben. Gib dir Mühe. das Herz eines Kindes zu haben Augen eines Kindes, und alles wird dir leichtfallen. Schau dir die Dinge gut an, lies in ihnen: fürchte nicht Zeit zu verlieren, wenn du an der Meeresküste entlang wanderst oder durch ein Mikroskop die harmonische Struktur des unendlich Kleinen betrachtest.
Das Erschauen Gottes, der Glaube an Gott beginnt gerade in diesem Zeichen, das vor dir ist und das nicht umsonst, nicht zufällig zu dir hersieht. Du musst nicht meinen, du nur schaust die Dinge an, versuche dir vorzustellen, die Dinge betrachten dich: Gott blickt dich an durch die Lichter der Stadt, wenn du am Abend durch die Straßen gehst, und er schaut nach dir aus den Wolken, die der Wind herdenweise über den Himmel treibt. Gott umarmt dich mit dem Wind, der dir durchs Haar fährt und er küsst dich mit dem ersten Strahl der Morgensonne.
Lass die Hände Gottes, das Handwerkszeug deiner täglichen Arbeit sein und sein Gruß kann der Pfiff des Zuges sein, der unfern deiner Wohnung die Überführung befährt. Wenn du erreichen willst, dass die Zeichen der Schöpfung, die dich umgeben, dich nicht zerstreuen, dann erfülle sie mit der Anwesenheit Gottes. Sie sprechen dir von ihm. Willst du, dass die Straßen, durch die du gehst, zu Korridoren deines idealen Klosters werden, dann denke sie dir im Licht der Anwesenheit Gottes. Carlo Caretto aus „In Deiner Stadt ist Deine Wüste“ Seite 55-57
1.Mose 22,2+3
Montag 10.1.2013 – Der Fokus: 1.Mose 22,1-19 Gott stellt Abraham auf die Probe – 1.Mose 22,2+3 – Tode zunehmend sterben können / Der Götzendienst - RAGSIW 83f
Auf dem Altar sich von Menschen, Werken, ja von sich selbst und der eigenen Berufung lösen, dann fällt aller Druck von uns ab und dann können uns die Engel dienen.
Die Faszination:
1.Mose 22,2+3 "Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, den Isaak! Zieh ins Land Morija und opfere ihn als Brandopfer auf dem Berg, den ich dir zeigen werde!" Am nächsten Morgen stand Abraham früh auf. Er spaltete Holz für das Brandopfer und sattelte seinen Esel. Dann nahm er zwei seiner Leute und seinen Sohn Isaak und machte sich mit ihnen auf den Weg zu dem Ort, den Gott ihm genannt hatte.
Gott ist größer. Die Forderungen seiner Liebe heißen uns weitergehen. Wir sind, was wir verschenkt haben. Und erst nachdem wir klar und schmerzlich den Sohn, unser Werk, dargebracht haben, werden wir wie Abraham den Sohn in voller Freiheit wiedererhalten. Nur die Liebe zu Gott, dem Absoluten, vermag uns fernzuhalten vom Götzendienst und lässt uns freibleiben. Ohne Liebe zu Gott wird jeder von uns früher oder später zum Sklaven seiner Berufung, zum Sohn seines Sohnes, der ihm durch die unfruchtbare Zweckhaftigkeit des Besitzes den nie vollendeten Weg der unendlichen Liebe verbaut. - Gott ist größer als der Auftrag, den er Dir erteilt. Gott ist größer als Deine Werke. Gott ist größer als das Gute, das wir tun. Was zählt ist, dass wir unseren Weg in seiner Gegenwart gehen und im Glauben gewiss sind, dass er uns führt. Abraham ist das radikalste Beispiel dafür, sein Drama ist unser Drama. Carlo Caretto aus „In deiner Stadt ist deine Wüste“ Seite 83f