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Galater 2,20 / Römer 7,19+20

Montag 9.7.2018 – Bibelabschnitt: Galater 2Galater 2,20 / Römer 7,19+20 – CARBDL 46 – Das Ego sterben lassenDer Hauskreis: HKFO 180705Das Video: Das ist das Geheimnis

Mindestens einmal am Tag, aber auch immer zwischen durch das Ego mit Christus sterben lassen, dass Gott in uns Handlungsspielraum gewinnt.

Die Faszination: Gal 2,19+20 Nun bin ich aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, um Gott zu leben, ich bin mit Christus gekreuzigt. Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleische lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. – Gott liebt dich so, als ob es im ganzen Kosmos nur zwei Wesen gäbe: Gott und dich. Gott braucht den Menschen nicht, um glücklich zu sein, und doch liebt er ihn so, als ob Er ohne ihn ewig unglücklich wäre. Obwohl er die ganze Ewigkeit hindurch ohne uns ausgekommen ist, demütigt Er sich wie ein Sklave aus Liebe zu uns, als ob Er nicht einen Augenblick ohne uns auskommen könnte: „Gott liebt die Seele so sehr“, sagt die heilige Kathalina von Genua, „als ob die Seele Gott wäre und Gott ihr Sklave.“ Das einzige, das uns von Gott trennt, ist unser Ego, unsere Liebe zu uns selbst. Darum kann sich die Vereinigung mit Gott nur dann vollziehen, wenn das Ego gestorben ist. Entweder Gott oder ich. Im gleichen Augenblick, in dem das Ego aus unserem Inneren verschwindet, nimmt Gott Wohnung in uns. Ernesto Cardenal CARBDL 46

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1.Johannes 4,16

Dienstag 9.8.2022 – Die aktuelle Studie1.Johannes 4,16Die Liebe Gottes / Leben in der Gegenwart Gottes CARBDL 77

Mit Gott ununterbrochen – alle Lebensbereiche integriert - in der ersten Liebe leben lernen, indem wir immer wieder leer von allem werden, um von ihm und seiner Liebe erfüllt zu werden

Die Faszination: 

1.Johannes 4,16 Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. 

Liebe bedeutet, dass ein anderer in uns wohnt. Liebe ist eine Gegenwart. Wir fühlen, dass wir einem anderen gehören und der andere uns. Liebe heißt, sich zwei fühlen, spüren, dass man selbst zwei ist. Liebe bedeutet sich geliebt fühlen, die Gegenwart eines anderen wahrnehmen, der einen erhebt und einem zulächelt. Lieben heißt, der andere sein wollen, wissen dass man der andere ist und dass der andere man selbst sein will und man selbst ist. Es bedeutet, von sich selbst leer und vom anderen voll zu sein. Wenn wir den Geliebten ansehen, verwandelt sich die ganze Seele in Blick. Wenn wir seufzen, gießt sich die ganze Seele in den Seufzer. Man weiß sich zwei und fühlt sich identifiziert mit allen Paaren, mit zwei Liebenden, zwei Wolken, zwei vorüberfliegenden Tauben, zwei Sternen. Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ Seite 77

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Lukas 12,16-21

Freitag 11.3.2022 – Der Fokus: Luk.12,13-21 Das Gleichnis über die Habgier - Lukas 12,16-21Die Vereinigung mit Gott - CARBDL 103f

Sich in uns von allem, was wir besitzen und festhalten wollen, lösen, um uns in uns mit Gott vereinigen zu können. 

Die Mahnung: 

Lukas 12,16-21 Dann erzählte er ihnen ein Gleichnis: "Ein reicher Bauer hatte eine gute Ernte zu erwarten. Er überlegte hin und her: 'Was kann ich tun? Ich weiß gar nicht, wo ich das alles unterbringen soll.' Dann sagte er sich: 'Ich werde meine Scheunen niederreißen und größere bauen. Dort werde ich mein ganzes Getreide und alle meine Vorräte unterbringen können. Und dann werde ich mir sagen, so, jetzt hast du es geschafft! Du bist auf viele Jahre versorgt. Ruh dich aus, iss und trink und genieße das Leben!' Da sagte Gott zu ihm: 'Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man das Leben von dir fordern! Wem gehört dann alles, was du dir aufgehäuft hast?' So geht es jedem, der nur auf seinen Gewinn aus ist, aber bei Gott nichts besitzt."

Gott besitzen heißt, sich von allen Dingen lösen. Sich von allen Dingen lösen heißt Gott umarmen. Nur Gott lässt sich besitzen. Wenn ich einen Gegenstand sehe, der mir gefällt, und ich kaufe ihn, so besitze ich ihn darum doch nicht. Auch wenn ich ihn verkaufen oder verschenken kann, habe ich ihn nie besessen. Er ist unverletzt und unberührt geblieben, weil unsere Fähigkeit ihn zu besitzen so ganz in unserem Inneren ist, dass kein äußerliches Ding an sie heranreicht, So erklärt sich die tiefe Unzufriedenheit aller Menschen, die Reichtümer ihr eigen nennen. Es ist eine Unzufriedenheit, die nie gestillt werden kann, höchstens verschlimmert. – Allein Gott lässt sich besitzen, weil er der Einzige ist, der Zugang zu unserem inneren Wesen hat, dort, wo wir besitzen und besessen werden können. Nur er hat den Schlüssel zu unserem Sein. – Denn er kommt nicht von außen, sondern tritt von innen her in uns ein. Er spottet der Festungsgräben und Verteidigungsmauern unserer inneren Burg und kommt durch Geheimgänge, die nur er kennt. – Und wir können uns nur mit ihm  Seite vereinigen, wenn wir in uns selbst sind. Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ 103f

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Amos 3,6 / Jesaja 45,7 / Lukas 12,7

Donnerstag 1.Juli 2021 – Der Fokus: Amos 3,3-8 Der Prophet hat keine Wahl die Botschaft Gottes zu verkündenAmos 3,6 / Jesaja 45,7 / Lukas 12,7Der Wille Gottes / Die Geschichte - CARBDL 115

Jedes Geschehen des Lebens als eine besondere Gestaltung Gottes wahrnehmen, durch die er agiert oder reagiert, um uns zu zeigen, dass er Gott ist

Die Faszination: 

Amos 3,6 Wird in der Stadt Alarm geblasen, ohne dass ein Bewohner erschrickt? Geschieht ein Unglück in der Stadt, ohne dass Jahwe es bewirkt? 

Jesaja 45,5-7 Ich bin Jahwe, und sonst ist keiner da! Ich bin der einzige Gott! Ich gebe dir die Macht, obwohl du nichts von mir weißt, damit man von da, wo die Sonne aufgeht, bis dahin, wo sie untergeht, erkennt, dass es außer mir keinen Gott gibt. Ich bin Jahwe, und sonst ist keiner da! Ich bin es, der Licht und Dunkelheit macht, der Frieden gibt und Unheil schafft.  Ich, Jahwe, bin es, der das alles tut.  

Alle historischen Ereignisse sind so heilig wie die Heilige Schrift, weil sie gleichfalls ein Ausdruck des Willens Gottes sind. Und die bescheidensten Begebenheiten des Alltags ist ein Ausdruck des Willens Gottes und darum genauso wichtig wie das wichtigste historische Ereignis. Das Verpassen eines Zuges ist genauso wichtig sie das Verlieren der Schlacht von Waterloo. 

Darum gibt es nichts Banales und nichts Unbedeutendes auf der Welt („alle Haare auf eurem Kopf sind gezählt“ Lukas 12,7) Der unbedeutendste Zwischenfall kann die Weltgeschichte verändern. Ein fallender Dachziegel verursachte den Tod des spanischen Königs, und der kleine Zeitungsjunge von heute kann morgen die Titelseiten aller Zeitungen der Welt füllen. Auch andere noch so winzige Vorkommnisse haben irgendwie den Lauf der Welt beienflußt, obwohl wir nie etwas davon gehört haben. Und genauso wichtig ist das Leben jedes einzelnen Menschen, auch wenn keine Zeitung je etwas über ihn berichtet. Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ Seite 115

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Freitag 20.3.2020 – Der Fokus: 2.Samuel 17,1-14 Huschai überlistet  Ahitophel2.Samuel 17,14Der Wille GottesCARBDL 116

Das tägliche Geschehen, aber auch wichtige Entscheidungszeiten, als ein Werk bzw. eine Zulassung Gottes wahrnehmen und gleichzeitig sich darauf konzentrieren, seinen Willen zu tun, dass er gute Weichenstellungen vornehmen kann

Die Orientierung:

2.Samuel 17,14 Da riefen Abschalom und alle Männer Israels: "Der Rat des Arkiters Huschai ist besser als der Rat Ahitofels." Doch Jahwe hatte es so kommen lassen, um den guten Rat Ahitofels zunichte zu machen und Unheil über Abschalom zu bringen.

Der Wille Gottes ist ein unheimlich kompliziertes Gewebe, das immer wieder durch den freien Willen des Menschen durchkreuzt wird, das aber darum doch nie reißt. Jeden Augenblick ändert Gott seinen Willen, je nachdem, wie sich die Umstände durch das Dazwischentreten des Menschen wandeln. In jedem Fall beachtet Gott aber auch die unendlichen Wirkungen, die eine Abänderung seines Willens für alle anderen Fälle und Umstände des Universums zur Folge haben können. – Der Wille Gottes ist die Koordinierung aller dieser Wirkungen, die er mit unendlicher Weisheit und unendlicher Liebe kombiniert. Darum sollen wir mit Freuden alles annehmen, was geschieht, so widrig es im Augenblick auch sein mag, weil alles zu unserem besten geschieht, weil es uns zuträglich ist. Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ Seite 116

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Johannes 19,15

Freitag 19.5.2023 – Der Fokus: Johannes 18,39-19,16 Jesus wird öffentlich verspottet und zum Tod verurteilt Johannes 19,15Der Wille Gottes / Die Macht der Religion - CARBDL 117

Den Willen Gottes erkennen, auch im Schauspiel des mit einer Dornenkrone gekrönten Königs der Juden, um zu lernen nicht gegen ihn zu agieren, sondern ihn durch uns Akteure sich verwirklichen zu lassen

Die Tragik:

Johannes 19,15 "Weg mit ihm, weg!", schrien sie. "Ans Kreuz mit ihm!" - "Euren König soll ich kreuzigen lassen?", rief Pilatus. Die Hohen Priester entgegneten: "Wir haben keinen König außer dem Kaiser."

Wir sollen alles segnen, was geschieht, denn alles, sogar die Konsequenzen der Sünde , ist der Wille Gottes. Von uns hängt einzig und allein die Zustimmung zur Sünde ab. Manchmal wollen wir den Willen Gottes nicht erkennen, weil er verkleidet unter schrecklichen Aspekten auftritt. Die Juden wollten ihren König nicht anerkennen, als er ihnen mit Dornen gekrönt vorgeführt wurde., da zogen sie lieber die Diktatur des Tiberius vor: "Wir haben keinen König außer dem Kaiser." (Der Kaiser würde sie später niederdrücken, während Christus ihr Befreier war). Der Wille Gottes zeigt sich uns oft versteckt unter Misserfolg, Elend, Einsamkeit und Tod. Dann wählen wir lieber Tiberius, den Vertreter der Macht, der Vergnügungen, des Geldes und der Sinnlichkeit, der Grausamkeit und des Sieges. Dann rufen wir: "Ans Kreuz mit ihm!" Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ Seite 117

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Jesaja 5,12 / Psalm 28,5

Freitag 29.10.2021 – Der Fokus: Jesaja 5,8-24  Gott straft seine Verächter Jesaja 5,12 / Psalm 28,5Die Arbeit GottesCARBVL 121f

Das Leben mit seinen Zufällen, als Akte Gottes verstehen, über die wir uns freuen dürfen, durch die wir geläutert werden und in denen wir seine Boten sein können, die seinen Willen in den Alltag einflechten können

Die Faszination:

Jesaja 5,12 Zither und Harfe, Pauke und Flöte und Wein gehören zu ihrem Gelage, doch was Jahwe tut, beachten sie nicht, / vor seinem Wirken haben sie keinen Respekt. / Psalm 28,5 Denn sie achten nicht auf die Taten Jahwes, noch auf das Werk seiner Hände. Darum reißt er sie nieder, und richtet sie nicht wieder auf.

Gott vollbringt manchmal fühlbare Wunder, um die Welt – von sich – zu überzeugen. In der Zweisamkeit der Seele aber hat Er solche Wunder nicht nötig. Dort vollbringt Er seine Wunder durch das wunderbare Zusammentreffen der täglichen Ereignisse. Manchmal ist es nicht schwer, Wunder und Zufall zu unterscheiden, aber oft ist auch der Zufall ein Wunder, oder Gott vollbringt Seine Wunder durch den Zufall. In Wirklichkeit existiert der Zufall gar nicht. Was wir Zufall oder Schickung nennen, ist nichts anderes als den Wille Gottes zu erkennen, weil er sich in den Ereignissen des täglichen Lebens verwirklicht, in den Naturgesetzen und der Geschichte, im Zufall, im Schicksal, in Schickungen und Zufälligkeiten. Aber alles das ist die Vorsehung Gottes. – Oft erkennen wir die Göttliche Vorsehung nicht, weil sich unser Wille störend gegen den Willen Gottes stellt und so seine Absichten und Pläne unterbricht. Wenn wir unseren Willen aber ganz unter den Willen Gottes stellen, wenn wir nicht das Geringste unternehmen, um uns gegen Seine Pläne zu stellen, dann sehen wir auf wunderbare Weise die göttliche Vorsehung in unser Leben eingreifen. Dann erhält aller Zufall und unser ganzes tägliches Leben einen Sinn, und unser ganzes Leben wird voll von unvergleichlichen Fügungen. Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ Seite 121f  

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1.Mose 3,24

Donnerstag 3.1.2013 – Der Fokus: Genesis / 1.Mose 3,14-24  Die Folgen der Sünde - 1.Mose 3,24 Das ParadiesCARBDL 135

In der Vereinigung mit Gott, die paradiesische Spuren des Lebens genießen und paradiesische Zustände in unserem Umfeld verwirklichen, dass Menschen wach werden für ihre Herkunft und Bestimmung. 

Die Orientierung: 

Genesis 1.Mose 3,24 So vertrieb er den Menschen. Östlich vom Garten Eden stellte er Cherubim auf, Engelwesen mit Flammenschwertern, die den Weg zum Baum des Lebens bewachen. 

Gott stellte einen Engel mit einem Flammenschwert vor das Paradies, und von diesem Augenblick an wohnt in jeder irdischen Freude Traurigkeit, Angst und Überdruss. Seitdem der Mensch aus dem Paradies vertrieben wurde, verzehrt er sich in Hoffnung, es wiederzufinden. Die Kindheit, der Frühling, das erste Entdecken der Liebe sind Spuren, die vom Paradies die zurückgeblieben sind, und auch die Tiere, die die Unschuld nicht verloren haben wie der Mensch, haben noch etwas vom Paradies. – Das Paradies ist die Vereinigung mit Gott. Die Versöhnung mit Gott verwandelt die Erde wieder in einen Garten Eden. Dort, wo Er und wir sind, ist Paradies, und die ganze Natur ist der herrliche Rahmen für unsere Vereinigung: der gestirnte Himmel, die Berge und die blühenden Apfelbäume. Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ Seite 135

Ja abba Vater, Du lockst uns mit den Spuren des Paradieses in unserem Leben, immer wieder überraschst Du uns mit neuen Wahrnehmungen, die uns in paradiesische Zustände versetzen. Danke dass wir paradiesische Zustände hier auf Erden in der Vereinigung und in der Versöhnung mit Dir erfahren dürfen, dass sie sich auch um uns herum einstellen. Wenn wir Dich zur Wirkung kommen lassen, dann verwirklicht sich das Paradies in und um uns von selbst.